Predigt 05.04.2020 Mk 14, 3-9 Die Salbung in Bethanien

Predigt 05.04.2020

Im Laufe der Woche haben wir für Sie ein Predigt-Video in der Peterskirche mit Pfr. Wolber aufgezeichnet.

Die Aufzeichnung finden Sie ab Samstag 18:00 Uhr unter diesem Link: 

  • oder hier einfach weiterlesen:

Wir wünschen Ihnen eine gesegneten Sonntag und eine von Gottes Geist erfüllte Woche.

Predigt:        Mk 14, 3-9  Die Salbung in Bethanien

Herr tue meinen Mund auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

Der Predigttext für den heutigen Palmsonntag steht im Markusevangelium, Kapitel 14, die Verse 3 – 9.

 

Die Salbung in Bethanien:

 

3 Jesus war in Bethanien bei Simon, dem Aussätzigen, zu Gast. Während des Essens kam eine Frau herein. Sie hatte ein Fläschchen mit reinem, kostbarem Nardenöl. Das öffnete sie und goss das Öl Jesus über den Kopf. 4 Einige der Anwesenden waren empört darüber. „Was soll diese Verschwendung? sagten sie zueinander. 5 Dieses Öl hätte man für mehr als dreihundert Silberstücke verkaufen und das Geld den Armen geben können. Sie machten der Frau heftige Vorwürfe. 6 Aber Jesus sagte: Lasst sie in Ruhe! Warum bringt ihr sie in Verlegenheit? Sie hat eine gute Tat an mir getan. 7 Arme wird es immer bei Euch geben und ihr könnt ihnen helfen, sooft ihr wollt. Aber mich habt ihr nicht mehr lange bei euch, 8 Sie hat getan, was sie jetzt noch tun konnte: Sie hat meinen Körper im Voraus für das Begräbnis gesalbt. 9 Ich versichere euch: Überall in der Welt, wo in Zukunft die gute Nachricht verkündet wird, wird auch berichtet werden, was sie getan hat. Ihr Andenken wird immer Lebendig bleiben.

 

Liebe Gemeinde,

 

So eine ungeheure Verschwendung. Die Jünger können es noch immer nicht fassen. Ihnen fehlen die Worte. Was eben geschehen ist geht ihnen nicht in den Kopf. Wie kann man nur das Geld so zum Fenster hinauswerfen, wie diese Frau eben. Da kommt eine Frau zur Tür herein.  Läuft geradewegs auf Jesus zu. Zerbricht ein sündhaft teures Ölfläschchen und schüttet das Öl Jesus auf den Kopf. Nein. Das können die Jünger nicht verstehen.   Salböl im Wert eines Mittelklassewagens einfach mal kurz Jesus auf den Kopf geschüttet. Welch eine Verschwendung.

Welch eine Kapitalvernichtung. Das können die sparsamen Jünger nicht begreifen. Das geht ihnen nicht in den Kopf. Was hätte man mit dem Wert dieses Fläschchens nicht alles machen können. Man hätte das wohlriechende Öl aus indischer Narde gewinnbringend verkaufen können. Von dem Geld hätten die Jünger mindestens ein Jahr lang leben können. Man hätte viele hungrige Mäuler mit diesem Geld satt machen können. Welch eine Verschwendung denken die Jünger. „Man hätte dieses Öl um mindestens 300 Silbergroschen verkaufen können.“ Man hat fast den Eindruck, die Jünger damals waren schwäbischer Abstammung.

Zum 80. Geburtstag schenkte einmal eine Tochter Ihrer Mutter 80 wunderschöne, langstielige Rosen. Der Duft der Rosen durchzog das ganze Haus. Welch eine Verschwendung, meinte die sparsame Nachbarin. Ein einfaches Rosenstöckle hätte es doch auch getan.  Wäre billiger gewesen und hätte länger geblüht. So denken auch die Jünger und sie machen der Frau schwere Vorwürfe. Wenn schon, dann hätte es doch auch ein billigeres Öl getan.  Warum hast Du das getan. Warum hast Du das wertvolle Öl so sinnlos verschwendet?  Die Jünger sind sich sicher:

Jesus wird genauso denken, wie sie. Bestimmt wird er gleich rufen: Schafft mir diese Verrückte vom Leibe. Ich kann diese Verschwendung nicht akzeptieren. Doch Jesus überrascht die Jünger mit seiner Reaktion. „Lasst sie in Ruhe. Warum bringt ihr die Frau in Verlegenheit?  Sie hat eine gute Tat an mir getan. Arme wird es immer bei Euch geben und ihr könnt ihnen helfen, sooft ihr wollt. Sie hat getan, was sie jetzt noch tun konnte. Sie hat meinen Leib im Voraus für mein Begräbnis gesalbt.“

 

 

 

 

Liebe Gemeinde,

Jesus weißt die Jünger zurück. Er stellt sich ganz hinter die Frau.  Er sagt:  Diese Frau hat eine gute Tat getan.  Und wenn wir einmal genau in den Text schauen, dann besteht diese Tat der Frau aus zwei Teilen. Die Tat der Frau  besteht sozusagen aus zwei Seiten einer Medaille.

 

Die erste Seite:  Die Tat der Ölung

 

Die zweite Seite:  Die Tat der Liebe

 

1. Die Tat der Ölung:

 

Wenn wir uns die Tat der Frau etwas genauer anschauen, dann stellen wir sehr schnell fest, dass sie das Öl nicht einfach nur verschwendet hat. Die Frau hat Jesus mit Öl gesalbt. Sie erinnern sich vielleicht daran, dass es in der Bibel immer wieder vorkommt, dass Menschen mit wertvollem Öl gesalbt wurden. Saul und sein Nachfolger David wurden vom Propheten Samuel zu Königen über Israel gesalbt. Der Prophet Samuel hat zuerst Saul und später David im Auftrag Gottes zu Königen gesalbt.  Solche Salbungen fanden also immer im Auftrag Gottes statt. Und die Salbung Jesu durch die Frau kurz vor Ostern hat auch eine ganz besondere Bedeutung.  Auch sie fand im Auftrag Gottes statt. Denn die Frau salbt Jesus wenige Tage vor Karfreitag und Ostern zum König der Könige. Sie erkennt als erste in Jesus den Erlöser, den Retter der Welt, den König der Könige, den Messias. Sie salbt Jesus wenige Tage vor seinem Tod zum Christus. (Christus heißt übrigens übersetzt:  Der Gesalbte). Mit der Salbung Jesu kurz vor Ostern wird ganz deutlich, wer Jesus wirklich ist:  Jesus Christus ist der Messias, der Retter und Erlöser der Menschheit und der Welt. Und weil dies bei der Salbung zum Ausdruck kommt.  Nimmt Jesus die Salbung durch die Frau an. Darum sagt er:  Sie hat eine gute Tat getan. Jesus lässt sich von Ihr im Auftrag Gottes als Christus salben.  Als Messias, der in wenigen Tagen am Kreuz, durch Tod und Leiden hindurchmuss.  Die Salbung ist also keine Verschwendung. Sie ist das Bekenntnis zu Jesus dem Christus. Dem gesalbten Gottes.  Indem die Frau Jesus Christus salbt, bringt sie zum Ausdruck: Du bist der, auf den wir gewartet haben. Du bist der von der von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: „In Wahrheit aber hat er die Krankheiten auf sich genommen, die für uns bestimmt waren, und die Schmerzen erlitten, die wir verdient hatten. Die Strafe für unsere Schuld traf ihn und wir sind gerettet.  Er wurde verwundet und wir sind heil geworden.“Dies ist die eine Seite der Salbung Jesu. Die Tat der Ölung. Es gibt aber eine zweite Seite. Die Tat der echten Liebe: Die Jünger haben die Frau für ihre Tat ordentlich in den Senkel gestellt. Sie haben die Frau heftig kritisiert für die Verschwendung des wertvollen Öls.   Doch die Frau hat sich offensichtlich über den Wert des Öls keine Gedanken gemacht. Sie wollte mit dem wertvollen Öl Jesus auf seine Liebe antworten. Und darum hat sie nicht gerechnet. Doch die Jünger haben das nicht verstanden. Die Jünger haben als erstes begonnen zu rechnen. Sie haben die Tat der Ölung nicht als eine Liebestat gesehen. Sie haben nur den Wert des Öls gesehen und angefangen zu rechnen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass diese Salbung die reinste Verschwendung ist. Und genau an diesem Punkt treten die Jünger in eine Falle, in die wir Menschen und auch wir Christen immer wieder hineinfallen. Denn dort, wo wir anfangen zu rechnen, dort geht die Liebe kaputt.  Stirbt die Liebe. In wie vielen  Familien ist die Liebe nur deshalb gestorben, weil Geschwister beim Erben oder beim Verteilen des Sach, auf Heller und Pfennig gerechnet haben.  Sie haben nicht gesehen, was die Eltern aus Liebe zu den Kindern und unter großen Entbehrungen ein Leben lang aufgebaut haben. Sie haben nur den Wert von Grund und Boden gesehen.  Haben gerechnet, gestritten und sich gegenseitig verletzt. Und in wie vielen christlichen Gemeinden herrscht nur deshalb Neid, Missgunst und Feindschaft unter den Christen, weil wir angefangen haben zu rechnen. Zu berechnen, welche Gruppe in der Gemeinde scheinbar immer den Kürzeren zieht.  Wer in einer Gemeinde mehr und wer weniger Geld zur Verfügung hat. Welches Amt wichtiger zu sein scheint als das andere.  Welche Gruppe mehr Besucher anzuziehen scheint als die andere. Wer beliebter ist als der andere und und und.

Die Geschichte von der Salbung in Bethanien zeigt uns also neben der eigentlichen Salbung noch ein zweites:  Wo Menschen und auch wir Christen anfangen zu rechnen und zu berechnen, dort stirbt die Liebe. Dort greifen wir uns gegenseitig an und verlieren den Blick für das Eigentliche.  Für Jesus Christus, den gesalbten. Die Frau zeigt den Jüngern damals und uns heute also ein zweites.  Wenn die christliche Liebe echt ist, dann rechnet sie nicht. Aus echter Liebe zu Jesus hat sie ihn mit dem Öl übergossen und gesalbt. Die Frau hat ein Herz voller Liebe, das nicht rechnet. Wenn wir Jesus in unser Herz lassen, an Ihn glauben, dann passiert das, was Paulus viel später einmal so formuliert hat: „Die Liebe Gottes ist in unsere Herzen ausgegossen.“ Gott möchte durch seinen Sohn Jesus Christus seine Liebe in unser Herz gießen. Und Jesus fragt uns ganz persönlich, so wie er einmal seinen Freund Petrus gefragt hat: Hast Du mich lieb? Die Frau hier im Predigttext hat ein voller Liebe erfülltes Herz. Ein Herz, welches voller Liebe tut, was es tun muss. Ein Herz, das nicht rechnet. Sie hat nicht lange überlegt, ob auch ein billigeres Fläschchen denselben Zweck erfüllen könnte. Nein aus echter Liebe hat sie das genommen, was sie hatte und in unserer Geschichte war es das wertvollste, was sie hatte. Und das hat sie aus echter Liebe für Jesus geschenkt. Und darin wird diese Frau für Jesus zu einem Beispiel für echte Nachfolge. Denn die Frau hat ein Herz voller Leidenschaft für Jesus Immer da, wo Menschen dem lebendigen Jesus Christus begegnen machen Sie die Erfahrung, dass die Liebe Gottes Leidenschaft erweckt. Die beiden Jünger, die nach Ostern Jesus auf dem Weg nach Emmaus begegnet sind sagten hinterher: Brannte nicht unser Herz, als Jesus mit uns auf dem Weg geredete hat? Wenn Jesus unser Herz mit Liebe erfüllt hat, dann entzündet diese Liebe meine und Ihre Leidenschaft, Passion für Jesus. Das Wort Passion hat zwei Bedeutungen:

1.      Passion steht für das Leiden und die Leidensgeschichte Jesu.

2. Passion bedeutet aber auch die leidenschaftliche Hingabe, Vorliebe, für etwas.

 

Wenn mein Herz von alten Autos total begeistert ist, dann habe ich eine Passion für Oldtimer. Wenn mein Herz von meinem Hobby völlig erfüllt ist, dann bin ich ein passionierter, ein leidenschaftlicher Briefmarkensammler. Und wenn mein Herz von der Liebe Jesu Christi erfüllt ist, dann bin ich ein leidenschaftlicher, ein passionierter Jünger Jesu. Mit Blick auf Jesus Christus bekommt dann das Wort passioniert, leidenschaftlich noch eine tiefere Bedeutung. Ein passionierter, ein leidenschaftlicher Jünger Jesu, weiß auch um die Passion Jesu, das Leiden Jesu aus reiner Liebe. Die Frau opferte ein unglaubliches Vermögen für denjenigen, der sein Leben am Kreuz von Golgatha opferte. Ich kann mir vorstellen, dass nach der Salbung, das ganze Haus erfüllt war von dem Duft des Öls. Wir dürfen uns heute alle miteinander fragen, wo unser Haus des Glaubens, unsere Gemeinde erfüllt ist vom Wohlgeruch des Glaubens. Jesus sagt am Ende der Geschichte voraus, dass diese Geschichte von der Salbung in Bethanien überall dort erzählt werden wird, wo das Evangelium von Jesus Christus gepredigt wird. Hier geht es darum, dass immer dort, wo das Evangelium gepredigt wird, die unglaublich verschwenderische Liebe Gottes ausgegossen werden wird. Ich möchte nochmals am Ende auf die Jünger schauen. Die Jünger haben mit der Salbung ein Problem: Wie kann man nur dieses Öl so verschwenden? Es buchstäblich auf den Kopf hauen? Die Antwort ist eindeutig: Aus Liebe! Die Vernunft schafft das nicht. Die Vernunft rechnet und die Vernunft schaut, dass das Sach zusammengehalten wird. Die Vernunft achtet darauf, dass ich nur so viel Liebe hergebe, dass ich nicht verletzt werde. Die reine Liebe, die Passion für Jesus Christus schenkt sich einfach her. Die Liebe mit der mein Herz von Jesus Christus erfüllt wurde, rechnet nicht, weil Jesus selbst auch nicht gerechnet hat.  Der Apostel Johannes hat sich in der Bibel in seinen Briefen intensiv mit der Liebe Jesu beschäftigt. Und Johannes sagt: Jesus liebt mich so sehr, dass er nicht nur einen Kolben, Entschuldigung, eine Flakon Parfum, sondern sich selbst und sein Leben am Kreuz geopfert hat.

 

Heute an Palmsonntag beginnt die Karwoche, die Woche der Passion, des Leidens von Jesus Christus. Wir alle haben vermutlich noch nie in unserem Leben eine Karwoche erlebt, mit so viel Zeit zur Besinnung, zum Nachdenken, zum Einstimmen auf Jesu Leiden und Sterben, seine Passion. Wir haben dieses Jahr viel Zeit, darüber nachzudenken, mit welch leidenschftlicher Liebe sich Jesus für uns Menschen einsetzt, damit auch wir Menschen uns von seiner Liebe erfüllen lassen dürfen. Einer Liebe, die nicht das Ihre sucht, sondern sich für Jesus und für unsere Mitmenschen hergibt, verschwendet. Die Passionszeit ist die Zeit des Leidensweges Jesu Christi zum Kreuz. Die Passionszeit ist aber auch die Zeit, in der ich mir ganz neu die Leidenschaft Jesu für mich und mein Leben bewusst machen darf. Aus reiner Leidenschaft gibt sich Jesus für mich in den Tod, er vergibt mir meine Schuld, mein Versagen, und er erfüllt mich mit unendlicher Liebe. Als Christen, die sich von der Leidenschaft und der Liebe Jesu erfüllen lassen, werden ströme der Liebe ausgehen. Und diese Liebe brauchen wir alle in diesen Tagen, in diesen schweren Zeiten!

 

Der Liebe Jesu Christi, der für mich als gesalbter Gottes an Weihnachten  auf die Erde gekommen ist, als Gekreuzigter an Karfreitag für meine Schuld in den Tod gegangen ist

und als Auferstandener für mich an Ostern zum ewigen Leben auferstanden ist.

 

Diese Liebe komme reichlich über uns alle!

 

Amen.

Predigt Sonntag Judika - 29.03.2020

Predigt Sonntag Judika - 29.03.2020

Im Laufe der Woche haben wir für Sie ein Predigt-Video in der Peterskirche mit Pfr. Wolber aufgezeichnet.

Die Aufzeichnung finden Sie ab Samstag 18:00 Uhr unter diesem Link: 

  • oder hier einfach weiterlesen:

Wir wünschen Ihnen eine gesegneten Sonntag und eine von Gottes Geist erfüllte Woche.

 

 

Liebe Gemeindeglieder,

Liebe Mitchristen,

Liebe Gottesdienstbesucher und Gottesdienstbesucherinnen,

 

ich grüße Sie herzlich hier aus der Peterskirche zur Onlinepredigt.  Es tut uns als Christen weh, dass wir uns nicht hier im Haus Gottes zum Gottesdienst treffen können.

In der aktuellen Situation spüren wir alle zusammen sehr einschneidend und schmerzlich, wie wichtig und wertvoll, die menschliche Gemeinschaft, die wärmende Nähe, die persönliche Zuwendung, die sozialen Kontakte für unser Menschsein, unser Christsein und unseren Glauben sind. Keiner von uns hätte es sich noch vor zwei Wochen vorstellen und denken können, dass es ein Virus schaffen wird, uns als Menschen in die Isolation zu verbannen. Ganze Kontinente, Länder, Städte und Dörfer lahmzulegen. Die Weltwirtschaft in eine Rezession zu treiben. Das Virus und die mit der Ausbreitung verbundenen Folgen für unser Leben, unser Miteinander und unseren Glauben werfen viele Fragen auf. Was für einen Sinn macht diese Epidemie, diese Pandemie? Warum lässt Gott diese Epidemie, diese Pandemie zu? Was haben wir als Christen jetzt in diesen Tagen, in dieser Zeit für Aufgaben? Wo sind wir gefragt? Wie können wir miteinander die Verbundenheit in Jesus Christus, unserem Herrn aufrechterhalten? Was können wir vom Wort Gottes her bezeugen, wie trösten, wie ermutigen, wie stärken, welche Hoffnung weitergeben? Was können wir tun? Viele von Ihnen haben in diesen Tagen im Gemeindebüro angerufen, geschrieben. Sie haben darum gebeten, dass wir auf der Homepage und im Gemeindeboten auf gemeinsame Aktionen hinweisen: Singen und Musizieren an den Fenstern, Livestreamgottesdienste, Onlineandachten, Gebetsketten, Viele, viele gute Ideen und Anregungen sind hier eingegangen. Ich bin sehr dankbar, für alle Möglichkeiten, die die moderne Technik, die sozialen Medien, das Internet bietet. Wir sind in diesen Tagen als Christen mehr denn je gefordert, auf Gottes Wort, seine Zusagen fest zu vertrauen.  Auf ihn neu zu hören. Miteinander und Füreinander zu beten. Uns gegenseitig nicht vergessen sollten. Lassen Sie uns per Telefon, Brief oder die sozialen Medien miteinander in Kontakt bleiben, miteinander sprechen, einander zuhören, gemeinsam zu beten, uns gegenseitig segnen, ermutigen. Vieles von dem geschieht ganz selbstverständlich in der Gemeinde. Ich freue mich sehr, wie das Miteinander, die Sorge umeinander, die praktische Hilfe bei uns in der Gemeinde in diesen Tagen im Geist der Nächstenliebe gelebt wird.

 

Ein herzliches Dankeschön an Sie und Euch alle!

 

 

Liebe Gemeindeglieder,

Liebe Mitchristen,

Liebe Gottesdienstbesucher und Gottesdienstbesucherinnen,

 

ich möchte gerne an den Beginn der Auslegung zum Predigttext für den Sonntag Judika beten:

 

„Herr tue meinen Mund auf, dass Mein Mund deinen Ruhm verkündige.“

 

Amen

 

Wir alle sind in diesen Tagen sehr verunsichert.

Es ist heute nichts mehr so, wie es noch gestern war.

Sorgen und Ängste treiben uns um, beschäftigen uns.

 

Das Bibelwort, der Predigttext aus dem Hebräerbrief passt in die sogenannte Coronakrise. Der Hebräerbrief richtet sich ursprünglich an Christen, die vom Glauben enttäuscht waren. Christen, die mutlos und hoffnungslos waren. Christen, die den Glauben verloren hatten. Die Christen der ersten und auch noch die Christen der zweiten Generation rechneten fest damit, dass sie die Wiederkunft Jesu erleben werden. Sie hofften und glaubten fest daran, dass Jesus noch zu ihren Lebzeiten wiederkommen würde. Die Christen erwarteten das Kommen Jesu jeden Tag. Aber die Wiederkunft Jesu blieb aus. Die Zeugen, die Jesus noch persönlich erlebt haben, starben nach und nach. Viele Christen kehrten damals der Gemeinde, der jungen Kirche nach und nach enttäuscht den Rücken zu. Es werden immer weniger, die sich zum Gottesdienst, zum Abendmahl, zur Predigt und zum Gebet treffen. Der Schreiber des Hebräerbriefes ermutigt in seinem Brief die Gemeinde zum Durchhalten zum Dranbleiben. Er ermutigt zum Glauben an Jesus Christus. Gleich im ersten Vers des Hebräerbriefes lesen wir starke Worte: (Hebräer 1, 1):

 

„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“

 

Der Hebräerbrief erzählt und berichtet von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der als „ein treuer Hohepriester die Sünden des Volkes sühnt.“

 

Der Hebräerbrief ruft zum Glauben an Jesus Christus, dem Lamm Gottes auf, das einmal geopfert wurde, die Sünden vieler wegzunehmen (9, 28).

 

Am Ende im letzten Kapitel gibt der Hebräerbrief schließlich viele praktische Hinweise und Ermutigungen zum Durchhalten in der Krise, in der Anfechtung. Es lohnt sich hier mal in Kapitel 13 nachzulesen: Hebräer 13, 1: „Bleibt fest in der brüderlichen, in der geschwisterlichen Liebe.“ In der Hauptsache geht es dem Hebräerbrief aber um Jesus Christus, dem Erlöser und Heiland dieser Welt. Es geht im Hebräerbrief um das, was Jesus für uns am Kreuz vollzogen hat.Die Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Und egal, wie die Zeiten sind, vor welchen Herausforderungen, Krisen und Probleme wir stehen, für den Hebräerbrief bleibt eines ganz klar:

 

„Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ (13,8)

 

Etwas Wichtigeres gibt es nicht zu predigen, als dass Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe bleibt. Ich lese und den Predigttext aus Hebräer  (Hebräer 13, 12-14)

 

„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

 

Liebe Gemeindeglieder,

Liebe Mitchristen,

 

 

In den letzten Tagen sind mir in unserem Gesangbuch die Lieder von Paul Gerhard wieder neu lieb und wertvoll geworden.

 

Paul Gerhard schrieb viel Lieder und Choräle.

 

-          Du meine Seele singe, wohl auf und singe schön

-          Nun ruhen alle Wälder

-          Fröhlich soll mein Herze springen

-          Befiehl du deine Wege.

-          Oder das schöne Weihnachtslied:

Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu du mein Leben.

 

 

In Paul Gerhards Liedern erklingt immer wieder die eine Melodie:

 

„Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ (13,8)

 

Paul Gerhard musste viel Schweres im Leben ertragen.

 

-          Früh als Kind verlor er Vater und Mutter.

-          Später im Leben musste er mit dem Leid klarkommen.

-          Die Frau starb jung.

-          Vier seiner fünf Kinder musste er zu Grabe tragen.

 

Dennoch hat Paul Gerhard an Jesus Christus festgehalten:

 

„Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht, Licht, Leben, Freude, Wonne.“

 

Paul Gerhard hat es in seinem Glauben erlebt, dass Jesus Christus gestern und heute und in Ewigkeit derselbe ist. Davon geben seine Lieder, ein tiefes Zeugnis. Wie hätte Paul Gerhard ohne diese Gewissheit des Glaubens sonst eines seiner bekanntesten Lieder schreiben können:

 

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege, des der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

 

Wenn Paul Gerhard davon singt, dass Gott Wege finden wird, da dein Fuß gehen kann, dann hat Paul Gerhard immer den Weg des Glaubens vor Augen. Den Weg, der zum ewigen Heil, zum ewigen Vaterhaus Gottes führt. Wenn der Hebräerbrief im Predigttext sagt: Die zukünftige Stadt suchen wir, dann geht es nicht darum, dass ich diese Stadt suchen muss, weil der Himmel versteckt ist. Nein. Vom griechischen Urtext her muss man hier das Wort suchen ganz wörtlich übersetzen: Suchen hat hier die Bedeutung von erstreben………sich nach etwas ausrichten. Auch das Wortfeld der Sehnsucht klingt im griechischen Urtext hier an.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige Stadt, nach dieser Stadt sehnen wir uns, nach dieser Stadt verlangt uns, diese Stadt erstreben wir, auf diese zukünftige Stadt richten wir uns aus.“

 

Die Bibel bringt es auf den Punkt:

 

1.    Wir haben hier auf der Erde und im Leben nichts, was bleibt, keine Heimat,

 

2.    aber nach der zukünftigen Stadt, nach der sehnen wir uns, diese erstreben wir, auf diese zukünftige Stadt richten wir uns aus.

 

Darf ich Sie und mich sehr direkt fragen: Sehnen wir uns nach der zukünftigen Stadt im Himmel? Richten wir uns und unser Leben auf diese zukünftige Stadt im Himmel aus? Bevor wir darüber nachdenken, wie das gehen kann, diese zukünftige Stadt zu suchen, zu erstreben, möchte ich Ihnen gerne erzählen, was die Bibel ganz grundsätzlich zu dieser Stadt sagt Die zukünftige Stad ist eindeutig das himmlische Jerusalem. Der Hebräerbrief erzählt in Hebräer 11, Vers 16 von der Sehnsucht der Christen nach dem himmlischen Jerusalem:

 

„Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen, denn er hat Ihnen die Stadt gebaut.“

 

Die zukünftige Stadt, das himmlische Jerusalem ist schon jetzt fertig gebaut. Der Himmel ist bezugsfertig. Gott selbst hat das neue Jerusalem, die ewige Stadt gebaut.Der Himmel ist seit Himmelfahrt bezugsfertig, seit Jesus hingegangen ist, die Stätte zu bereiten (Johannes 14, 2) „Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“ Dass wir Menschen eine Sehnsucht nach dem Himmel haben bestreitet kaum jemand. Hier auf Erden und bei uns in Deutschland werden mit der Sehnsucht nach dem Himmel Milliarden von Euros in der Werbeindustrie umgesetzt und verdient. »Paradiesische Strände« wirbt der Urlaubskatalog.  »Wie im siebten Himmel« fühlen Sie sich in unserem Wellnesshotel.

Eine Brauerei bietet sogar ein »himmlisches Bier« an. Mit himmlischen Sphären  verbinden wir Angenehmes, Ruhe, Genuss, Stressfreiheit, Sicherheit, Frieden, Harmonie……….Und wenn wir jetzt ehrlich sind: Wir alle haben es uns in unserem Leben ein Stück vom Himmel hier auf Erden geschaffen. Und dieser Himmel steckt jetzt plötzlich in der Krise. Von 0 auf 100. Der Himmel ist nicht mehr hier! Das erleben wir, Gott sei es geklagt, in diesen Tagen sehr schmerzvoll. In der Offenbarung, Kapitel 21, die Verse 10-11 wird die zukünftige Stadt mit sehr menschlichen Worten beschrieben. „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“ In der zukünftigen Stadt, nach der wir uns sehnen, wird Gott abwischen alle Tränen von unseren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“ Soweit ist jetzt klar, was uns dort im Himmel in der zukünftigen Stadt erwarten wird. Kritiker werfen uns Christen immer wieder vor, dass wir weltfremd sind. Wir ziehen uns aus der Welt zurück, weil wir auf das Jenseits hoffen.

Wir entziehen uns der Not auf dieser Welt dadurch, indem wir uns ganz auf den Himmel, die Ewigkeit ausrichten. Und es gibt sie tatsächlich. Christliche Gruppen und Gemeinden, die sich ganz bewusst aus dieser Welt zurückziehen. Es ist völlig richtig, dass das Ziel von uns als Christen nicht in dieser Welt liegt. Das Ziel von uns Christen ist nicht die Welt, sondern der Herr der Welt, Jesus Christus.  Bei vielen von uns geht seit zwei Wochen nichts mehr.Es gibt ein Sprichwort, das sagt: Wenn nichts mehr geht, dann geh! Vielleicht liegt in diesen Tagen darin die Chance in der Krise. Losgehen, aufbrechen, das Ziel des Lebens neu zu bedenken und zu suchen. Gott und Jesus Christus wieder neu nahezukommen, ihn zu suchen mit ihm zu sprechen, vor ihn in Bitte, Fürbitte, Dank und Anbetung zu treten. Erst gestern sagte ein Arzt im Fernsehen: „Wenn Sie können, dann beten Sie.“ Auch wenn wir als Christen das Ziel der zukünftigen Stadt vor Augen haben, leben wir im jetzt und hier:  Als Christen haben wir den klaren Auftrag. Licht und Salz der Welt zu sein. In die Welt hinzugehen, in der Welt bewusst als Christen zu leben. Zu helfen, wo es geht. Gott zu bitten, dass er die Krise, das Leid beendet! Paul Gerhard hat uns auch zum Beten Worte geschenkt, die uns eine Hilfe sein können, wenn uns die Worte fehlen: „Mach End o Herr mit aller unsrer Not. Stärk unsre Füß und Hände und lass und bis in den Tod, uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein.“  (EG 361, 12) Ein Pilger, der sich in einer Krise auf den Weg machte, kommt abends nach der ersten Etappe seiner Pilgerreise in einem Kloster an. Er wird von den Mönchen herzlich empfangen und sehr freundlich aufgenommen. Einer der Brüder zeigt ihm seine Zelle.Alles ist sehr einfach und kärglich eingerichtet. Eine Britsche, und ein Stuhl. Mehr gibt es nicht. Der Pilger fragt den Mönch: „Sagen sie mal, wo sind denn die Möbel?“ Der Mönch fragt schlagfertig zurück: Wo sind ihre Möbel? Verwirrt antwortete der Gast: Ich bin ja nur auf der Durchreise.Da lächelte der Mönch und sagte:Wir auch! Wir sind auch auf der Durchreise. Als Christen leben wir im Bewusstsein hier auf der Erde auf der Durchreise zu sein. Dennoch haben wir den Auftrag gastfreundlich zu sein. Menschen zu beherbergen, zu helfen, zu begleiten. Als Christen verstehe wir das Leben jetzt und hier nicht als Countdown vor dem letzten großen Shutdown. Als Christen haben wir keine individualreise, sondern eine Gesellschaftsreise gebucht.  Jesus Christus stellt uns hier in Dußlingen trotzt Kontaktsperre als eine Reisegesellschaft von Schwestern und Brüdern in der Gemeinde zusammen.

Wir haben hier in unserer Gemeinde die Aufgabe aufeinander zu achten, uns gegenseitig zu stärken, einander zu helfen, uns gegenseitig aufzurichten und zu ermutigen.

Früher versprachen sich Eheleute bei der kirchlichen Trauung: „Dass einer den anderen in den Himmel möge führen“ Dafür zu sorgen, dass keiner die Reise vorzeitig abbricht, oder das Ziel aus den Augen verliert, dazu helfe uns Jesus Christus. Das ist unsere Aufgabe als Christen hier in Dußlingen.

 

Liebe Gemeinde,

 

Jesus Christus ist beides:

Reisebegleiter auf dem Weg und Gastgeber am Ziel der Reise. Als Christen sind wir auf der Durchreise zur ewigen Heimat. Und gerade als Durchreisende sind wir das Licht und das Salz dieser Erde.

 

„Breit aus die Flügel beide, o Jesu meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so lass die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. (EG 477, 8)“

 

Amen



21.03.20

Verordnung des Kultusministeriums über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 im Bereich von Gottesdiensten und weiteren religiösen Veranstaltungen und Zusammenkünften vom 21.3.2020

Sehr geehrte Damen und Herren, das Kultusministerium hat mit sofortiger Wirkung nachfolgende Verordnung erlassen:


Verordnung des Kultusministeriums über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 im Bereich von Gottesdiensten und weiteren religiösen Veranstaltungen und Zusammenkünften

Vom 21. März 2020

Auf Grund von § 3 Absatz 5 Satz 2 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO), zuletzt geändert am 20. März 2020, wird verordnet: Veranstaltungen und sonstige Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind grundsätzlich untersagt. Als Ausnahmen hiervon sind zulässig:

1. unaufschiebbare religiöse Zeremonien, wie ggf. Taufen und Eheschließungen, im engsten Familien- und Freundeskreis mit nicht mehr als fünf teilnehmenden Personen, 2. Gottesdienste im kleinsten Rahmen zur Aufzeichnung und medialen Verbreitung, 3. Gottesdienste, an denen ausschließlich in häuslicher Gemeinschaft, wie beispielsweise in Klosterkonventen, lebende Mitglieder religiöser Gemeinschaften teilnehmen, 4. Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis, wenn diese Feiern unter freiem Himmel mit nicht mehr als zehn teilnehmenden Personen stattfinden, 5. rituelle Leichenwaschungen, soweit sie in den dafür vorgesehenen spezialisierten Einrichtungen unter Wahrung der maßgeblichen hygienischen Standards und durch dafür ausgebildete Personen vorgenommen werden; die Teilnahme weiterer Personen bleibt untersagt.
Bei Aufbahrungen in Leichenhallen und ähnlichen Einrichtungen ist eine Besichtigung der Leiche durch mehrere Personen gleichzeitig untersagt. An allen Veranstaltungen müssen die beteiligten Personen die Maßnahmen zum Infektionsschutz einhalten. Weitergehende Ge- und Verbote der Stadt- und Landkreise und der Gemeinden wie beispielsweise das Gebot, Teilnehmerlisten anzufertigen, bleiben unberührt. Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Verkündung in Kraft. Stuttgart, den 21. März 2020


Bitte informieren Sie umgehend die örtlichen Gliederungen Ihrer örtlichen Gemeinschaften.

Mit freundlichem Gruß

(gez.) Prof. Dr. Michael C. Hermann Ministerialrat Leiter des Bereichs Religionsangelegenheiten/Staatskirchenrecht

Unsere Gottesdienste

  • Hauptgottesdienst

    Sonntags 9:30 Uhr Peterskirche

    von 1. Dezember bis 31.März beginnt der Gottesdienst um 10:00 Uhr (mit Vorläuten).

  • Wichtige Mitteilung!
    14.03.20

    Wichtige Mitteilung!

    Liebe Gemeindeglieder,

    Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

    Liebe Gottesdienstbesucher und Gottesdienstbesucherinnen,



    gemeinsam wurde gestern, 13.03.2020 die weitreichende Entscheidung getroffen, sämtliche Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde Dußlingen und des CVJM Dußlingen und Stockach e.V. im Gemeindehaus und im CVJM-Heim bis einschließlich 19.04.2020 ruhen zu lassen



    Ich darf auch im Namen von Harald Müller, Vorsitzender des CVJM Dußlingen & Stockach e.V. darum bitten diese Information an Gemeindeglieder, CVJM Mitglieder, Besucherinnen und Besucher der Gruppen und Kreise, Mitarbeitende und Leitende, Gottesdienstgäste weiterzugeben, breit zu streuen.



    Stand heute 14.03, wird der Gottesdienst in der Peterskirche gemäß den Auflagen des Landes Baden Württemberg, am Sonntag stattfinden.



    (Seit dem 13.03.2020 gilt in Baden-Württemberg der Aufenthalt von mehr als 100 Personen bei Versammlungen in geschlossenen Räumen für nicht mehr zulässig. Nach erster vorläufiger Einschätzung der Gemeinde Dußlingen gilt dies auch für Veranstaltungen in der Kirche und Trauerfeiern in der Aussegnungshalle. Aufgrund dessen wird bis auf Weiteres bei den Gottesdiensten die Zahl der Besucherinnen und Besucher am Eingang daraufhin überprüft, damit die Auflage eingehalten werden kann. Dies bedeutet, dass max. 100 Personen sich in den Gebäuden aufhalten dürfen, ggf. finden Übertragungen ins Freie statt.)

    Im Außenberich der Peterskirche wird vor dem Betreten des Kirchenraumes folgende Information auf Tafeln ersichtlich sein:



    Liebe Gemeindeglieder – wir freuen uns, dass Sie da sind!

    Bitte beachten Sie aufgrund der Corona-Epidemie folgende Regeln:

    • Bitte bleiben Sie zu Hause, sollten Sie gerade erkältet sein (Husten, Schnupfen, Niesen).

    • Mehr als 100 Besucher dürfen sich nicht gleichzeitig in geschlossenen Räumen aufhalten

    • Die Gesangbücher werden bis auf weiteres nicht mehr ausgeteilt, um einer Verteilung von Keimen entgegen zu wirken.

    • Bitte halten Sie im Gottesdienst Abstand (1-2 m) und verzichten aufs Händeschütteln und Umarmen.

    • Die Kinderkapelle ist geschlossen.

    • Bitte waschen Sie sich nach dem Kirchgang zu Hause gründlich die Hände (30 s).

    Bei allem, was die Ausbreitung des Virus an empfindlichen Einschnitten und Veränderungen mit sich bringt, bleibt das Gebet unverändert für uns als Christen und Gemeinde geboten und notwendig!

    Landesbischof July schreibt dazu "Es geht nicht um ängstliche Hysterie – Christinnen und Christen fühlen sich bei allen Herausforderungen und in schwierigen Situationen von Gottes Zusage getragen –, aber um ein Handeln in Nächstenliebe und ruhiger Verantwortlichkeit. Gut überlegte Maßnahmen, die tägliche Situationsanalyse, das Gebet für erkrankte und gesunde Menschen gehören zusammen. Deshalb gilt: Suchet der Stadt Bestes und betet für sie." https://www.elk-wue.de/#layer=/news/default-cdf9e7133b/13032020-wort-des-landesbischofs-zur-corona-krise

    Herzliche Grüße, Gott befohlen auch im Namen der 2. Vorsitzenden, Marion Schaible

    Jochen Wolber

  • add Kinderkirche „Königskinder“

    Jeden Sonntag gibt es zeitgleich zum Gottesdienst in der Peterskirche einen Kindergottesdienst im evangelischen Gemeindehaus.

    In unserer Kinderkirche „Königskinder“ haben wir beim Kennenlernen von Geschichten aus der Bibel, bei Bastelangeboten, Spielen und vielen weiteren Aktionen zusammen viel Spaß. Nach einer Spiel-und Bastelphase zum Ankommen starten wir gemeinsam mit einem Gebet, Liedern und lernen eine Bibelstelle- z.B. durch ein Anspiel-kennen. In Kleingruppen vertiefen wir das Thema dann altersgerecht. Nach einem gemeinsamen Abschluss mit Singen und einem Segen endet die Kinderkirche für diesen Sonntag.

    Unser Mitarbeiterteam besteht aus Frauen und Männern, Mädels und Jungs aus unserer Gemeinde, die ihr Leben mit Gott leben und Erfahrungen, die sie im Glauben erlebt haben, weitergeben möchten. Wir freuen uns jede Woche von neuem Kinder begrüßen zu können, „alte Hasen“ so wie neue Gesichter!


    „Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. “Matthäus19,14

  • add Gottesdienst im Gemeindepflegehaus

    Jeden Sonntag um 11:00 Uhr

    Änderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie den Hinweis im Gemeindeboten.

    www.dusslingen.de

  • add Die Apis

    in der Austraße 35: Sonntags um 18.30 Uhr

    mehr...

  • add Die Kirche im Grünen
  • add Abholdienste
16.03.20

info_outline Alle Termine und Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt!

Leitsatz Gottesdienst

  •  Entstanden am 10. Juni 2008 in der "Bausteine Planung" mit Frank Wurster